Die Geschichte von der Gaststätte Am Plan (Dorfplatz)

Auszug aus der Biographie von D. Walther Zenker (1864-1927) ehem. Pfarrer in Lockwitz:

„Der letzte Besitzer (von Adams Mühle im „Grunde“- August Adam – Aust Adam) hatte den Erlös in einem kleinen Gasthof angelegt, den er mit seiner lieben Frau am „Plane“ nun selbst bewirtschaftete. Ein Mühlrad hatte er mitgenommen, das im Wirtsgarten über dem vorbeirauschenden Bache vertraulich plätscherte.“

Im Winter wurden die breiten Weg und Rasen des Gartens in ihrer Gesamtlänge in eine Eisbahn verwandelt und gegen ein geringes Entgelt tummelten sich Kinder tagsüber und Erwachsene abends auf Schlittschuhen bei Leierkasten- und Zieharmonika-Musik.

Neben dem Sitzbereich entstand gg. 1880 ein Spring-brunnen der aus dem Wasser des Mühlgrabens gespeist wurde. Zuvor wurde das Wasser über ein Fass im Hausboden gepumpt. 

Frieda, die Gastwirtin, die bis 1973 hinter dem Tresen stand, schaute jeden Gast der zur Tür hinein kam prüfend an.

Manchmal sagte sie danach: „Geben Sie mir bitte Ihre Jacke/ Ihren Mantel.“ Und als der Gast bezahlte, da war der fehlende Knopf wieder angenäht. 

Übrigens erinnern sich immer noch viele Lockwitzer an die hervorragende Tassensülze von Frida Wilhelm